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Ihre Privatbank in der Schweiz bewerten: Gebühren, Performance und Solidität.

Privatbanken in der Schweiz zu vergleichen ist ein Vorgehen, das nur wenige vermögende Kunden strukturiert in Angriff nehmen. Wenn eine Bankbeziehung bereits besteht, hat sie sich oft durch Empfehlung, familiäre Nähe, Gewohnheit oder blosse Kontinuität entwickelt. Das Private Banking bleibt weitgehend intransparent, und die wirklich nützlichen Informationen für den Vergleich von Instituten sind nicht immer leicht zugänglich.

Es gibt kein universelles Ranking von Privatbanken: Die Bedürfnisse eines Unternehmers, einer Familie oder eines Rentenempfängers unterscheiden sich grundlegend. Eine rigorose Methode erlaubt es jedoch, einen Vermögensverwalter anhand von fünf Dimensionen zu beurteilen: die Solidität des Instituts, die Servicequalität, die tatsächlich getragenen Gebühren, die Performance und die Ausrichtung der Interessen.

Die Solidität des Instituts

In der Schweiz deckt die Einlagengarantie Guthaben bis zu CHF 100 000 pro Kunde und Institut ab. Im Depot gehaltene Wertpapiere sind grundsätzlich von der Konkursmasse getrennt — doch die Solidität der Bank bleibt entscheidend für Ihre Liquidität, Ihre Kreditlinien und die Kontinuität des Service.

Fünf Elemente verdienen Aufmerksamkeit: die CET1-Eigenkapitalquote im Vergleich zu ähnlichen Instituten; die Liquidität und die Entwicklung der verwalteten Vermögen; Rentabilität und Aufwand-Ertrags-Verhältnis über mehrere Jahre; die Stabilität der Eigentümerschaft und des Managements; sowie wesentliche rechtliche oder regulatorische Risiken.

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS im Jahr 2023 hat daran erinnert, dass der Ruf eines Instituts keine Garantie für Solidität ist.

Die tatsächliche Servicequalität

Qualitätsservice beruht auf der Fähigkeit der Bank, die Vermögenssituation als Ganzes zu verstehen und die notwendigen Fachkompetenzen zu mobilisieren.

Vermögensstrukturierung: Berücksichtigt die Bank Ihren Wohnsitz, Ihre Staatsangehörigkeit, Ihre grenzüberschreitenden Vermögenswerte und Ihre Erbschaftsfragen?

Teamstabilität: Wird die Beziehung von einem Privatbankier und einem Team betreut, die Ihre Situation dauerhaft kennen?

Tiefe der Expertise: Verfügt die Bank über anerkannte Kompetenzen in Anleihen, Aktien, Private Equity, Privatschulden und Immobilien — oder beschränkt sie sich auf den Vertrieb von Drittprodukten?

Operative Transparenz: Können Sie Ihre Performance, Ihre Gebühren und Ihre Engagements nach Währung und Anlageklasse einfach einsehen?

Die Gesamtgebühren: was Sie tatsächlich bezahlen

Die ausgewiesenen Gebühren — Depotgebühren, Verwaltungs- oder Mandatskommission — stellen nur einen Teil der Gesamtkosten dar. Hinzu kommen können Erfolgsgebühren, Transaktionskosten, Devisenmargen, Stempelsteuern und Kosten im Zusammenhang mit Lombardkreditlinien und Retrozessionen.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Mandaten geboten, die in interne Fonds investiert sind: Der Kunde trägt dann zwei kumulierte Kostenebenen. Bei einem Verwaltungsmandat verdienen Gesamtkosten von mehr als 1,5 % pro Jahr eine detaillierte Analyse.

Performance: Vergleichbares mit Vergleichbarem messen

Die Performance eines Portfolios muss im Hinblick auf das akzeptierte Risikoniveau, die vereinbarte strategische Allokation und die im Verlauf des Mandats getroffenen taktischen Entscheidungen analysiert werden. Eine hohe Performance kann schlicht eine stärkere Exponierung gegenüber Aktien oder risikoreichen Anlagen widerspiegeln — eine moderate Performance kann mit einem defensiven Profil vollkommen kohärent sein.

Der Vergleich muss auf einem aus der strategischen Allokation des Portfolios konstruierten zusammengesetzten Index basieren. Diese Analyse erlaubt es, zu unterscheiden, was auf die Allokation, taktische Entscheidungen, die Titelauswahl und die Gebühren entfällt — und zu beurteilen, ob die Nettorendite die eingegangenen Risiken und die getragenen Kosten wirklich rechtfertigt.

Die Interessenausrichtung

Dies ist die entscheidende Frage. Ein von der Bank vergüteter Vermögensverwalter kann einen Teil seiner Vergütung aus empfohlenen Produkten beziehen. Wie in einem Family Office wird ein unabhängiger Berater ausschliesslich vom Kunden bezahlt — er hat daher keinen Anreiz, ein Produkt gegenüber einem anderen zu bevorzugen. Dies ist die Voraussetzung für objektive Beratung.

Weiterführend: wie ein formaler Ausschreibungsprozess es uns erlaubt, in Ihrem Namen zu verhandeln.

Häufig gestellte Fragen

Was sind normale Gebühren einer Privatbank in der Schweiz?

Die Gesamtgebühren eines Standard-Verwaltungsmandats liegen je nach Portfoliogrösse und Serviceniveau zwischen 0,8 % und 2,5 % pro Jahr. Über 1,5 % ist eine detaillierte Analyse angebracht.

Wie weiss ich, ob meine Privatbank korrekt performt?

Indem Sie Ihre Nettorendite nach Gebühren mit einer auf Ihre Allokation abgestimmten zusammengesetzten Benchmark vergleichen — zum Beispiel 60 % globale Aktien, 40 % Anleihen — um den Beitrag der Allokation, der Titelauswahl und der Gebühren zu unterscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Vermögensverwalter und einem unabhängigen Berater?

Ein Vermögensverwalter wird von der Bank vergütet und kann einen Teil seiner Vergütung aus empfohlenen Produkten beziehen. Wie ein Family Office wird ein unabhängiger Berater ausschliesslich vom Kunden bezahlt — ohne Anreiz, ein Produkt gegenüber einem anderen zu bevorzugen.

Fazit

Die eigene Privatbank zu bewerten ist eine normale Massnahme der Vermögens-Governance: zu überprüfen, ob Strategie, Gebühren, Performance und Servicequalität noch zu Ihrer Situation passen.

IM Wealth Select begleitet Sie bei dieser Analyse ohne jeglichen Interessenkonflikt. Wir beurteilen bestehende Bankbeziehungen, vergleichen Institute und deren Angebote, verhandeln die Konditionen und überwachen dauerhaft Kosten, Performance, Risiken und Servicequalität.

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